24 Days of Christmas Olaf taut auf

Welcher Disney Film würde sich, aufgrund der zugrundeliegenden Story wohl besser für ein Weihnachts-Spinoff eignen, als „Die Eiskönigin“? Winter, Wälder, ein Rentier und ein Schneemann… Da war es fast schon klar, dass Disney sich des erfolgreichsten Animationsfilms aller Zeiten bedient, um zum Release von „Coco“ im Spätjahr 2017 einen Weihnachtskurzfilm voraus zu schicken. „Die Eiskönigin – Olaf taut auf“ (im Original „Olaf‘s Frozen Adventure“) in ein 22-minütiger Kurzfilm, der im Vorprogramm von „Coco“ lief. Aufgrund seiner Länge wurde er jedoch in einigen Kinos schon bald aus dem Vorprogramm genommen, weil sich einige Besucher beschwert hatten, dass sie nicht fast eine halbe Stunde, Werbung nicht mitgerechnet, auf den Hauptfilm warten wollten.

Die Handlung

Der Film beginnt einige Zeit nach dem Ende von „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“. Es ist das erste Weihnachstsfest das Anna, Elsa, Kristoff, Olaf und Sven gemeinsam feiern.
Sie halten ein großes Fest ab, an dem die Untertanen von Arendelle jedoch nur kurz teilnehmen, um anschließend ihren eigenen Familientraditionen nachzugehen. Anna und Elsa stellen daraufhin fest, dass sie, aufgrund ihrer jahrelangen Trennung, keine eigene Familientradition haben. Olaf macht sich daher, zusammen mit Sven auf den Weg, um nach Weihnachtstraditionen zu suchen, die seine Freunde übernehmen könnten. Mit der ihm eigenen Naivität und Tollpatschigkeit gestaltet sich das jedoch  schwieriger als gedacht…

Die Charaktere

Olaf ist zweifellos der Held dieser Geschichte. Zusammen mit Sven bestreitet er ein spannendes Abenteuer, das trotz seiner 22 Minuten einen schönen Bogen schlägt. Sven, wenngleich auch stumm, bringt mit seiner Mimik und der Interaktion mit den anderen Charakteren so viel persönlich rüber, wie es wohl nur in einem Disney-Film erreicht werden kann. Die übrigen Charaktere, die eine prominentere Rolle in „Die Eiskönigin“ gespielt haben, treten hier in den Hintergrund.

Fazit

Kurzfilme sind ein schwieriges Genre. Wenig Zeit für die Entwicklung der Charaktere, die Handlung muss kurz, knapp und schnell erzählt werden. Da hatte dieser Film jedoch einen großen Vorteil. Die Charaktere waren bereits etabliert, sodass man sich nicht mehr erst mit ihnen vertraut machen musste, sondern sie direkt in eine neue Handlung einbauen konnte. Und eben darin ist hier ein echter Kunstgriff gelungen. Viele Fortsetzungen leiden darunter, dass ihr Plot sehr gewollt wirkt und die Charaktere nicht richtig hinein passen wollen. Nicht so hier. Die Charaktere agieren genauso, wie man es von ihren erwarten würde. Die Botschaft am Ende ist so herzerwärmend, dass ich wirklich überrascht war.

Mag sein, dass es an der Weihnachtszeit an sich liegt, aber dieser Film lässt einen daran denken, dass es nicht darauf ankommt welche Traditionen man pflegt, sondern auf die Menschen, mit denen man sie begeht.


Bilder Disney / Verkaufslinks Amazon

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