Creed II – Abschied von Rocky

1976 kam der erste Rocky-Film in die Kinos. 2006 endete die Boxfilmreihe mit Rocky Balboa, dem fünften Teil. Doch Sylvester Stallone konnte und wollte damit nicht abschließen, ebenso wenig wie die Fans.

Darum führte man die Filmreihe 2015 mit neuem Konzept weiter und brachte Creed in die Kinos. Darin ging es um Adonis Creed (Michael B. Jordan), der in die Fußstapfen seines Vaters Apollo treten wollte. In dem Film ging es um Adonnis, der den Verlust seines Vaters verarbeiten musste, der im vierten Teil der Rockyreihe von Ivan Drago getötet wurde. Außerdem kämpfte Rocky gegen die Tücken des Alters und des Alleinseins.

Am 24. Januar lief Creed 2 in den Kinos an. Adonis ist Boxchampion, doch die Freude darüber hält nicht lange an. Kein geringerer als Viktor Drago, der Sohn des Mörders seines Vaters, fordert ihn zum Kampf heraus. Adonis ist hin und her gerissen; zum einen denkt er dass er seinen Vater rächen muss und es sich selbst schuldig ist. Zum anderen ist er gerade dabei eine Familie zugründen und ein gutes Leben zu führen.

Adonis Creed entscheidet sich für den Kampf, allerdings will Rocky diese Entscheidung nicht unterstützen. Adonis geht in das Gym, in dem sein Vater trainiert hatte und wird dort von Little Duke (Wood Harris) trainiert, dessen Vater der Trainer von Apollo Creed (Carl Weathers) war.

Im zweiten Teil der Creed-Reihe geht es um den inneren Kampf den Adonis kämpft: Stolz und Erfolg gegen Familie und Selbstvergebung. Aber es geht auch um die Familie Drago. Ivan Drago (Dolph Lundgren)war ein Volksheld in Russland, bis er gegen Rocky verlor. Er verlor dadurch alles; sein Ansehen, den Respekt und sogar seine Frau. Er vergleicht sein Leben selbst mit dem eines Straßenköters. All die Wut, den Frust und die Enttäuschung gibt er an seinen Sohn Viktor (Florian „Big Nasty“ Munteanu) weiter. Ivan trainiert ihn zu einer brutalen Kampfmaschine, mit der er sein Ansehen zurück gewinnen will, in dem er seine Niederlage gegen Rocky wieder gut macht, in dem Viktor Creed besiegt.

Die selben Familien – eine neue Generation.
Drago vs. Creed

Kleiner Fun-Fact:
Florian Munteanu ist deutscher Nachwuchsboxer im Schwergewicht. Der Münchener mit rumänischem Hintergrund ist 27 Jahre alt, hat einen Bachelor in Sport-, Medien- und Eventmanagement und arbeitet nebenbei als Schauspieler und Modell.

Mir persönlich gefiel der Film sehr gut! Nicht nur ein sinnloser Boxfilm, sondern ein tiefgründiges Sportlerdrama. Wie auch im ersten Teil kam die typische Rockystimmung auf und das neue Konzept mit Rocky als Trainer, der die neue Generation Creed heranzieht, geht wieder sehr gut auf. Natürlich war der Filmverlauf nach quasi sechs Vorgängern vorhersehbar, was aber den Unterhaltungswert in keinster Weise schmälert. Im Gegenteil! Rückblenden und Anspielungen werden passend eingesetzt. Überraschende Nebenrollen fallen ebenso positiv ins Auge.

Lediglich einen Minuspunkt habe ich zu vergeben und der geht an die Musik. Der Soundtrack der Rockyreihe motivierte den Zuschauer immer zum mitfiebern und die Trainingserfolge der Protagonisten fast selbst zu spüren. Dieses Gefühl fehlt aber fast gänzlich und wird erst beim finalen Kampf geweckt.

Ansonsten sag ich mal, dass sich ein Kinobesuch wirklich lohnt. Kein Oscar-Erfolgshit, aber wirklich gutes Popcorn-Kino. Und für Rocky- und/oder Stallone-Fans ohnehin ein absolutes Muss!!!

Man verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von Rocky Balboa…

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