Die Entdeckung der Unendlichkeit

Vor knapp einer Woche habe ich euch das Buch „Eine wunderbare Zeit zu leben“ von Stephen Hawking vorgestellt. Wer das Buch oder meine Review gelesen hat weiß, dass gut die Hälfte von seiner Arbeit und die andere Hälfte von seinem Privatleben handelt. Gerade seine ALS-Erkrankung kommt dabei relativ kurz.

Deshalb stelle ich euch nun passend zur Bookreview den Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ vor, in dem man kaum was über die Arbeiten Stephen Hawkins erfährt, dafür aber reichlich über sein Leben ansich.

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ oder „The theory of everything“ wie er im Original heißt, ist ein zweistündiger Film, aus dem Jahr 2014, der von dem Astrophysiker Stephen Hawking handelt. Als Grundlage für den Film von James Marsh dienten die Memoiren von Jane Hawking: „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“.

Handlung

Stephen studiert in Cambridge und lernt dort auf einer Party Jane kennen. Obwohl Jane streng gläubig ist und Stephen eher an die Wissenschaft glaubt, verlieben sich die beiden und heiraten sogar. Zu dieser Zeit wissen sie schon von seiner Krankheit und dass seine Lebenserwartung auf nur zwei Jahre geschätzt wird. Doch diese Prognose erweist sich als falsch. Die Krankheit schreitet langsam vorran, die Beeinträchtigungen werden immer größer und das Leben der jungen Familie, zu der später auch Kinder gehören, wird immer schwieriger. Es werden alle wichtigen Stationen im Leben von Stephen Hawking behandelt. Die ALS-Diagnose, der erste Rollstuhl, der Luftröhrenschnitt, aber auch private Ereignisse wie die wachsende Hilfenedürftigkeit, die Eheprobleme oder auch seine zweite Liebe. Beruflich werden verschiedene Meilensteine erwähnt, u. a. Das Schreiben des Bestsellers „Eine kurze Geschichte der Zeit“, mit Hilfe eines Sprachkomputers.

Darsteller

Eddie Redmayne, bekannt aus „Phantastische Tierwesen, spielt die Rolle des Stephen Hawking. Der Schauspieler verbrachte sehr viel Zeit mit dem Wissenschaftler und lernte akribisch seine Person und seine Verhaltensweisen. Das Vorranschreiten der Behinderung, mit der Veränderung von Gestik und Mimik wurden bis ins kleinste Detail erlernt und dargestellt. Nicht umsonst erhielt Eddie Redmayne für diese Rolle auch einen Oscar. Jane Hawking wird von Felicity Jones, bekannt aus Star Wars: Rogue One, gespielt. Da der Film auf den Memoiren von Jane beruhen, hatte sie quasi das detaillierteste Skipt und konnte auf wahre Beschreibungen von Emotionen etc. zurück greifen. Ihr Charakter wirkt anfangs offen, herzlich und lebensfroh, doch das immer schwieriger werdende Leben mit ihrem Mann nagt an ihr. Sie wird ruhiger, abgestumpfter und funktioniert nur noch. Auch diese Darstellung wirkt sehr überzeugend. Sowohl Jane als auch Stephen verlieben sich neu. Diese werden von Charlie Cox und Eileen Davies gespielt. Sie spielen eine wichtige Rolle, beide bringen einen gewissen Zwist in die Beziehung und stellen romantischen Probleme überzeugend dar. Um an dieser Stelle aber nicht zu sehr zu spoilern, gehe ich darauf nicht näher ein.

Fazit

Stephen Hawking war eine interessante Persönlichkeit, mit einem beeindruckenden Leben. In diesem Film erlebt man wie schwierig dieses Leben aber auch für alle Beteiligten war. Andererseits aber auch wie stark sie diese, oft aussichtslos wirkenden, Situationen gemeistert haben. Es ist ein Drama mit unvorhersehbaren Irrungen und Wirrungen und einem Happy End, mit dem der Zuschauer anfänglich nicht rechnet. Wer auch nur einen Funken Interesse am Leben von Stephen Hawking hat, der sollte sich diesrn Film unbedingt ansehen.

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