Disney on Ice

Am 28.12. war ich bei Disney on Ice, doch bevor ich mich an die Review dieses Events setzen konnte, musste ich die Eindrücke erst einmal sacken lassen, denn es hinterließ ein Gefühlschaos bei mir.

Mit den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen bei solchen Events habe ich mich längst abgefunden und auch angefreundet, auch wenn es im Winter nicht gerade angenehm ist so lange in der Kälte zu stehen. Umso freudiger betraten wir dann nach knapp einer Stunde die warme König-Pilsener-Arena in Oberhausen. Schon von draußen sah man die großen Merchandise-Stände, auf die ich mich besonders freute.

Finger weg vom Merchandise
Leider wurde diese Freude schnell getrübt, denn es gab nur Plüschtiere, diverse Leuchtstäbe und Süßkram, zu wirklich deftigen Preisen. Nun gut, wir kauften eine Kleinigkeit (Popcorn mit Mickey-Krone und einen leuchtenden Becher) und wollten dann schnell zu unseren Plätzen, doch daraus wurde nichts. Die Verkäufer sprachen und verstanden kaum deutsch. Was ja halb so wild gewesen wäre, wenn sie wenigstens die Preise in Euro hätten berechnen können. Mit Taschenrechner berechneten sie die Differenz zwischen den zu zahlenden 24 Euro und dem gegebenen 100 Euro-Schein. 76 Euro zurück zu geben dauerte gute 20 Minuten, unzählige Diskussionen und Rechenansätze. Zu allem Überfluss stellten wir dann zu Hause fest, dass der Becher kaputt ist und nicht leuchtet, von der Mickey-Krone ein Zierstein fehlt und die Zuckerwatte nicht gerade gut schmeckte.

Die Show
Als wir endlich richtig in der Halle waren und unsere Plätze eingenommen hatten, kam auch bald ein bisschen Disney-Stimmung auf. Sie spielten die Disneylieder in der englischen Version, die Bühne leuchtete bunt mit einem riesigen Mickey Mouse Kopf am Vorhang und es war schön zu sehen wie jung und alt, oft mit Kostümen und Mickey-Ohren ihre Plätze suchten.
Recht pünktlich fing die Show an und wurde eröffnet durch Mickey, Minnie, Donald und Goofy (zuvor ein paar Eiskunstläufer). Als erster Act kamen Drizella und Anastasia auf die Bühne, die durch ihr typisches Nichts-Können auffielen. Nicht einmal Donald fand dafür positive Bewertungen. Auf Minnies Frage, was er daran am besten fand, meinte er „Als es vorbei war“.
Die restliche Show war nach dieser Eröffnung in vier Teile aufgeteilt.
Es begann mit Arielle, wobei ich anfangs wirklich erschrocken war und das Schlimmste befürchtete. Sebastian stellte Arielles Schwestern vor, allerdings liefen dabei u. a. Vogue von Madonna und Girls just wanna have fun von Cindy Lauper. Diese Musikwahl war meiner Meinung nach extrem unpassend.

Aber danach spielte man in knapp 30 Minuten die Handlung von Arielle, mit den Originalsongs (u. a. Unter dem Meer und Küss sie doch), nach. Besonders beeindruckend war die Unterwasserwelt, die mit Neonfarben und Schwarzlicht wirklich faszinierend schön aussah. Ein großes Highlight war auch Ursula, in ihrem schwarzen Glitzerkleid.


Der zweite Act war dann Rapunzel, was mit einer amüsanten Darbietung von Ich hab nen Traum begann. Auch hier wurde in gut 30 Minuten der Film zusammengefasst gespielt. Es war lustig und das Aufsteigen der Lichter war wunderschön. Trotz der stark gekürzten Fassung waren alle wichtigen Elemente und Emotionen vertreten.


Nach einer 20minütigen Pause ging es weiter mit Die Schöne und das Biest. Auch hier war das Bühnenbild fantastisch, aber mir persönlich gefiel diese Darstellung nicht so sehr. Es ging mir persönlich zu sehr um Gaston, ich fand es für die Kinder ein wenig zu gruselig wie das Biest da brüllend übers Eis huschte und die Kostüme von Madame Pottine und Tassilo fand ich nicht so toll, da ihre niedlichen Gesichter fehlten. Lumière hingegen fand ich super toll gemacht.


Als letztes wurde Die Eiskönigin dargestellt, was natürlich das große Finale war, worauf alle gewartet haben. Sven und Olaf sorgten für reichlich Lacher, alle sangen lautstark die Lieder mit, es funkelte und glitzerte in der ganzen Halle und es schneite sogar. Bei diesem Act gab es natürlich kein Halten mehr und die ganzen kleinen zauberhaften Prinzessinnen im Publikum sangen und tanzten mit Anna und Elsa.


Zum Schluss kamen noch einmal alle Tänzer und Darsteller auf die Bühne, es spielten noch einmal die Titellieder der vier Filme und Mickey, Minnie, Donald und Goofy verabschiedeten sich und beendeten den Abend, ohne Zugabe.

Fazit
Es war ein wirklich schöner Abend und es war eine wunderschöne Show. Ich persönlich dachte nicht, dass es nur vier Filme wären, die man präsentiert bekäme, hatte gedacht es würde gemischter werden, aber ich war keineswegs enttäuscht. Hingegen vieler Meinungen finde ich dass die Eiskunstläufer ein gutes Niveau hatten und es nicht nur müdes Laufen mit ein bisschen Hüpfen war. Auch die Darstellungen selber fand ich jetzt nicht unbedingt auf kleine Kinder ausgelegt. Die ganzen Lichteffekte etc. waren schon wirklich beeindruckend und ich bezweifle das Kinder dies in dem Maße wahrnehmen und zu schätzen wissen.

Positives war sicherlich (+) Preis-Leistung der Show (+) Effekte (+) Eiskunstniveau und einfach die gesamte Show an sich.

Negativ hingegen fand ich das Drumherum wie ( – ) Freundlichkeit der Mitarbeiter ( – ) Kompetenz der Mitarbeiter ( – ) Preise, 11 Euro für eine Tüte Zuckerwatte mit Plastikkrone, 12 Euro für leuchtenden Becher ohne Inhalt oder 7 Euro für einen Pappkarton Popcorn. Abgesehen davon, dass auch Plüschtiere und Puppen gut 5 bis 10 Euro teurer waren, als beispielsweise im Disneyshop.

Trotzdem kann ich das Event selbst nur empfehlen!

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