Neues aus dem Hundertmorgenwald

Im Jahre 1966 veröffentlichte Disney mit „Winnie Puuh und der Honigbaum“ den ersten animierten Kurzfilm, der auf den beliebten Geschichten von Autor A. A. Milne basiert. Zahlreiche weitere animierte Kurz- und Langfilme folgten. Mit CHRISTOPHER ROBIN erleben die niedlichen Stofftiere nun ihr erstes Live Action-Abenteuer, das von dem Golden Globe®-nominierten Erfolgsregisseur Marc Forster (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN) nach dem Drehbuch von Alex Ross Perry (GOLDEN EXITS) und der Oscar®-nominierten Allison Schroeder (HIDDEN FIGURES) nach einer Geschichte von Perry, basierend auf den Charakteren von A.A. Milne, mit viel Hingabe, Humor und Herz inszeniert wurde.

Achtung jetzt folgt ein Beitrag der Spoiler enthält. Wenn ihr einen spoilerfreien Beitrag lesen wollt, weil ihr den Film noch nicht gesehen habt, lest den Beitrag von Luminara.

Worum geht es in Christopher Robin?

Christopher Robin, der Junge, der einst mit seinen Freunden aus dem Hundertmorgenwald die größten Abenteuer erlebte, ist erwachsen geworden. Überarbeitet, unterbezahlt und perspektivlos steckt er in seinem Leben fest: Der Job ist wichtiger als die Familie, mit der er nur wenig Zeit verbringt. Kaum noch erinnert er sich an seine idyllische Kindheit, die er mit Winnie Puuh und seinen Freunden verbrachte.

Eines Tages taucht der Honig liebende und etwas in die Jahre gekommene Bär in London auf und erinnert Christopher Robin mit seinen schlichten aber wahren Weisheiten daran, wie schön die scheinbar endlosen Tage als kleiner Junge waren. Als Christopher Robin in Schwierigkeiten gerät verlässt auch der Rest der Gang um Ferkel, I-Aah und Tigger den geliebten Wald und bricht auf zu einem großen Abenteuer, um Winnie Puuh und Christopher Robin zu helfen. Denn beste Freunde sind schließlich immer für einander da!

Als Christopher Robin von der Vergangenheit eingeholt wird, ist es höchste Zeit. Als Effizienzmanager bei Winslow Luggage macht er endlose Überstunden und hat kaum noch Zeit für seine Familie. Eigentlich wollte Christopher Robin am Wochenende mit seiner Frau Evelyn und Tochter Madeline aufs Land fahren, doch stattdessen muss er durcharbeiten: Die Firma steht kurz vor der Pleite, sein Chef fordert gravierende Sparmaßnahmen. Da taucht überraschend Winnie Puuh in London auf. Christopher Robin bleibt nichts anderes übrig, als seinen alten Freund in den Hundertmorgenwald zurückzubringen. Hier trifft er auch I-Aah, Ferkel, Tigger und alle anderen wieder. Und plötzlich erinnert sich Christopher Robin wieder: Ein Tag ohne einen Freund ist wie ein Topf ohne einen einzigen Tropfen Honig darin.

Trotzdem muss er zurück nach London, die Pflicht ruft. Noch hat Christopher Robin nicht bemerkt, dass bei seinem Ausflug in den Wald wichtige Unterlagen aus seiner Aktentasche verschwundensind. Also macht sich Puuh erneut auf den Weg, diesmal in Begleitung von Tigger, I-Aah und Ferkel – und Christopher Robins Tochter Madeline, die den Tieren beim Spielen begegnet ist. Seine Papiere bekommt er zwar nicht rechtzeitig zur Konferenz zurück, aber das Wiedersehen mit seinen Freunden hat Christopher Robins Fantasie beflügelt. Und er hat schon einen Plan, wie er nicht nur seinen Job, sondern auch die Firma retten kann… Von nichts kommt nichts? Manchmal entsteht durch Nichtstun etwas Wunderbares.

„ICH KOMME IMMER IRGENDWO AN, INDEM ICH VON DORT LOSGEHE,
WO ICH GERADE WAR.“

WINNIE PUUH

Die Hintergrundgeschichte

Christopher Robin und Winnie Puuh tauchten erstmals in dem Gedichtband „When We Were Very Young“ auf, den der englische Dramatiker und Schriftsteller A. A. Milne 1924 veröffentlichte. Weltberühmt wurden sie aber erst zwei Jahre später durch Milnes „Pu der Bär“: Die Abenteuer des sorglosen Jungen mit Honigliebhaber Winnie Puuh und ihren Freunden aus dem Hundertmorgenwald zählt zu den beliebtesten Kinderbüchern aller Zeiten – auch dank der zauberhaften Illustrationen von E. H. Shepard.

Milnes Erzählungen sind ein Plädoyer für die Kraft der Fantasie, thematisieren aber auch jenen Lebensabschnitt, in dem wir von der unbeschwerten Kindheit Abschied nehmen, selbständig werden und Pflichten übernehmen müssen. Am Ende von „Pu baut ein Haus“ teilt Christopher Robin seinem Bären mit, dass er aufs Internat geht. In anderen Worten: Er hat keine Zeit mehr für Abenteuer und Nichtstun. Für Christopher Robin ist es nun an der Zeit, erwachsen zu werden und sich auf den Ernst des Lebens vorzubereiten.

Diese bittersüße Szene in Milnes Buch war die Inspiration für eine völlig neue Geschichte mit den klassischen Figuren, in der sich die Freunde viele Jahre nach ihrem Abschied in einer neuen Welt wiedertreffen. Diese Idee hatte Brigham Taylor, seinerzeit Geschäftsführer bei Disney, schon vor 15 Jahren und schlug sie dem Studio vor. Damals waren allerdings andere Winnie Puuh-Projekte in Arbeit, die Zeit war noch nicht reif für CHRISTOPHER ROBIN. Doch Taylor und seine Kollegen behielten die Idee für ein originelles Wiedersehen der beliebten Charaktere im Hinterkopf.

Milnes schlicht gehaltene Figuren mit all ihren Unzulänglichkeiten – Ängstlichkeit, Angeberei, Überheblichkeit – sprechen Erwachsene genauso an wie Kinder. Denn sie stehen für Herzenswärme, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit – ganz besonders Puuh – und mit ihren Problemen kann sich jeder identifizieren: nämlich mit den Anforderungen des Erwachsenseins. Wir vermissen die Sorglosigkeit unserer Jugend und versuchen, wenigstens ein Stück davon wiederzufinden.

Warum ihr euch diesen Film unbedingt anschauen solltet!

Ich war nie ein großer Puuh Fan, doch dieser Film hat mir eine andere Sichtweise auf die Geschichten und Abenteuer von Winnie Puuh verschafft. Meiner Meinung nach, ist dieser Film seit langem wieder ein wundervolles Werk aus dem Hause Disney.

„Christopher Robin“ nimmt uns mit in unsere Vergangenheit und erinnert uns daran, was im Leben wirklich wichtig ist. Der Film zeigt uns in einer sehr dramatischen Art und Weise, was passiert, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Auch Puuh Fans werden sicher nicht enttäuscht sein. Der Film ist im Stil der alten Puuh Filme gehalten und gespickt mit den wundervollen Puuh Zitaten.

Was mich am meisten an diesem Film freute, war, dass kein geringerer als Disney-Legende Richard M. Sherman drei Songs für den Film beisteuerte. „Goodbye, Farewell“, gesungen von den Tieren des Hundertmorgenwaldes, ist in der ersten Szene zu hören. „Busy Doing Nothing“ und „Christopher Robin“ im Abspann singt Richard Sherman selbst.

Ich war jedoch etwas enttäuscht, darüber, dass meine geliebten Heffalumps als Figur in dem Film nicht auftauchen. Trotzdem hat sich „Christopher Robin“ einen Platz in meinem DVD Regal verdient.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis von mir

Obwohl der Film keine Altersbeschränkung hat, würde ich nicht mit kleinen Kindern den Film gucken. Der Film ist zwar nicht besonders gruselig, jedoch ist die Aussage des Films für Kinder schwer bis gar nicht zu verstehen. Natürlich werden Kinder ihren Spaß an dem Film haben, doch ich würde erst mit Kindern ab 12 Jahren in diesen Film gehen.

Alle Bilder und Texte sind Eigentum der „The Walt Disney Company Germany“.

 

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